Dachsteingebirge; Bergwoche Schladming

Tourdatum: 03. – 10. September 2017

Tourenbegleiter: Rita Wust

 Sonntag 03. 09. – Anreise

Abfahrt  Kirchheim 10.30 – Ankunft ca. 15.00 Uhr.                                                                                 Alle 25 Teilnehmer sind in Fahrgemeinschaften mit Privat-PKWs angereist. Nach der regnerischen Fahrt haben wir im Hotel erst mal eingecheckt und den All-Inclusive Begrüßungstrunk zu uns genommen.                                                                                                   Es hörte auf zu regnen und einem Spaziergang durch die nahegelegene Fußgängerzone stand nichts im Wege, bevor wir uns alle wieder um 18.30 Uhr zum gemeinsamen Abendessen in Buffetform trafen.

Montag 04.09. – Ursprungsalm/Giglachseen

Bei schönem Wetter fuhren wir um 10.40 Uhr nach Rohrmoos und weiter ca. 1 Stunde durch das romantische Preuneggtal zur Ursprungsalm. Ab der Mautstelle war die Straße unbefestigt, also nicht mehr geteert. Der große Bus kurvte mit uns die spektakulär steilansteigende Straße zur Ursprungsalm hinauf. Leichtes Unbehagen machte sich breit, es wurde immer ruhiger im Bus (keine Spucktüten da), aber der Busfahrer war ein wahrer Fahrkünstler. Er sagte uns: „Die Strecke wird nur von freiwilligen Fahrern befahren!“                                                                        Nach einer guten Wanderstunde und 300 erkämpften Höhenmetern, waren wir bei der Giglachsee-Hütte zu Füßen der Steierischen Kalkspitze (2469 hm) angekommen. Die mit Neuschnee gezuckerten Berge waren ein ganz besonderes Augenschmankerl, und da mitten drin lag traumhaft der Obere und Untere Giglachsee. Wir wanderten am linken Seeufer entlang ca. 30 Minuten zur Ignaz Mattis Hütte, wo wir ausgiebig einkehrten. Danach trennte sich die Gruppe, ein Teil nahm den gleichen Weg zurück, die Anderen gingen noch um den See herum. Alle kamen rechtzeitige wieder zur Ursprungsalm. In Schladming wieder angekommen saßen wir nach dem gemeinsamen Abendessen in geselliger Runde, besprachen den nächsten Wandertag und freuten uns schon auf diese Tour.

 Dienstag 05.09. – Dachstein/Panoramagondel

Gegen 9.00 Uhr fuhren wir bei noch sonnigem Wetter  mit dem Bus durch die Ramsau zur Talstation der Panorama-Bergbahn. Von da aus gondelten wir 1000 Meter in die Höhe. Doch leider zogen dicke Wolken und Nebel auf, die unseren Blick auf die imposanten Felswände trübten. Es war ein Schauspiel von Sonne, Wolken. Auf der Bergstation Hunerkogel war Neuschnee und eine eises Kälte, da zitterten nicht nur die Ärschchen. Der Dachsteingletscher sowie der Schladminger Gletscher, waren zunächst noch gut zu sehen und verschwanden dann immer mehr im Nebel. Die Mutigen unter uns gingen auch noch im dicken Nebel über die Hängebrücke, „Die Treppe ins Nichts“ und weiter zum Eispalast mit den tollen Eisskulpturen. Da wars duster, kalt und rutschig und trotzdem schön, vor allem die Lichtspiele. Alle Diejenigen, die es nicht ganz so luftig unter den Füssen wollten, wanderten durch den Neuschnee auf den Gletscher.                                                                                                               Im Panoramarestaurant trafen wir uns alle wieder zur gemeinsamen Rückfahrt. Ursprünglich wollten wir mit dem Bus runter ins Tal fahren, um dann nach Schladming zu wandern. Doch leider regnete es wieder, und so fuhren wir mit dem Bus zum Hotel. Den Nachmittag gestalten wir gemütlich mit Kaffee trinken, durch Schladming wandern, sogar mit etwas Sonnenschein. Der Abend war dem vom Montag sehr ähnlich.

 Mittwoch 06.09. – Planai/Krahbergzinken

Auf gings mit der Planaibahn hinauf zur Bergstation. Die Bahn war quasi gegenüber unserem Hotel, wie praktisch. Die Witterung durchsetzt mit wenig Sonne und vielen Wolken, so begannen wir die Wanderung am Panoramarundweg. Hierbei kam es zu einem materiellen Unfall, an einem Wanderschuh, hatte sich die Vordersohle gelöst und wurde von Angela fachmännisch mit Tape verarztet- sprich weiter benutzbar gemacht. Beim Wegweiser zum nahen Krahbergzinken (2134 hm) trennte sich die Gruppe. Der größere Teil nahm den Zinken ins Visier. Trotz Nebelreißen entschieden sie sich, die 300 Höhenmeter hinauf zu gehen. Aber im letzten Drittel des Aufstiegs wurde das Wetter sehr ungemütlich, und so mussten die Schlauen wohl oder übel umkehren. Nur ein paar Gipfelstürmer marschierten unerschrocken weiter bis an den Gipfel.  Zwei der Gipfelstürmer kletterten seilversichert und über Eisentritte noch hinüber zum Gipfelkreuz. Für alle war es der Mühe wert, denn immer wieder wurden wir mit imposanten Tal-Tiefblicken  belohnt. Den Abstieg nahmen wir alsbald mit vollem Regenschutz  in Angriff, denn der Hergott ließ es wieder regnen.                                                 Die Rundweggruppe wanderte unterdessen gemütlich und trockenen Fußes über den Planaigipfel zur Schladminger Hütte. Nach einiger Zeit kamen die Gipfelstürmer, tropfnass wie nasse Pudel in die Hütte und wurden schadenfreudig begrüßt und bedauert. Nach der opulenten Einkehr klarte auch das Wetter wieder auf, und so entschlossen sich einige zur Mittelstation zu wandern, um dann mit  allen per Seil- Bahn ins Tal zu fahren. Die Abendgestaltung war kulinarisch prima, spielerisch gut und die meisten hatten viel zu erzählen.

Donnerstag 07.09. – Riessachwasserfälle/Kotalm

Abfahrt um 9.40 Uhr, hatte Rita vorgegeben und alle fuhren brav mit dem Bus ins Untertal um das Highlight zu erleben: „Die Riesachwasserfälle hoch zu wandern“. Ha ha, hier führte der Weg über viele steile Stufen ganz nahe am Wasser – in den Ohren toste es, – die Gischt auf der Haut, – das viele Wasser, puuuh, aber ein imposantes Schauspiel. An der oberen Brücke über dem Wasserfall teilte sich die Wandergruppe. Die Geübten nahmen den Alpinsteig „Durch die Höll“, Rita führte die Andern hoch zum Oberen Gföllersattel. Da trafen wir uns alle wieder und wanderten am Riessachsee entlang zur Kotalm. Des Weges sehr beeindruckend waren die vielen kleineren Wässerfälle, die von den hohen Felswänden herunter stürzten und in den Reissachbach mündeten. An der Hütte angekommen, füllte unsere große Wandergruppe die kleine Almstube bis auf den letzten Millimeter aus. Wir wurden sehr gastfreundlich und entsprechend unseren individuellen Wünschen (Kaiserschmarrn) bewirtet.  Nach 1 ½ Stunden Rast und recht herzlicher Verabschiedung von der Almfamilie traten wir den Rückweg über die Forststraße an. Unterwegs trennte sich die Gruppe, da Einige gerne nochmals den Weg am  Wasserfall hinunter zum Parkplatz gehen wollten. Um 17.15 ging der letzte Bus.

 

Freitag 08.09. – Hauser Kailbing/Moaralmsee

Unser Ziel war heute der Hauser Kaibling mit dem Moaralmsee, und das bei herrlichem Sonnenschein.                                                                                                                                            In der Früh um 9.00 Uhr fuhren wir mit dem Bus nach Haus ins Ennstal. Von dort ging es weiter mit der nostalgischen Gondelbahn, die nur für 9 engstehende Personen (Schmalärschler) ausgelegt war, hinauf zur Bergstation. An der Mittelstation mussten wir sogar noch umsteigen  in die gegenüber liegende Gondel. Als alle endlich oben waren, wanderten wir den Schafsrundweg über die Kaiblingalmhütte bis zum Skilift. Unseren Augen bot sich ein herrliches Panorama, mit Blick zum Dachstein und den gegenüber liegenden Schladminger Tauern.                                                                                                                                                      Die Gruppe teilte sich nun wieder. Der kleine Teil nahm die einfachere Variante, deshalb nannten sie sich „Die Wellnessgruppe“. Sie wanderten hinüber zum Rossfeldsattel, von da  hinauf zum Hauser Kaibling und weiter zurück zur Bergstation. Der größere Teil der Gruppe nahm den anspruchsvollen Weg über die Seescharte (2070 hm) und hatte dann aber den sehr steilen Weg hinunter zu gehen, zum Moaralmsee. Ein schönes Bild bot uns der Moaralmsee mit den sich im Wasser spiegelnden Bergen.                                                                                    Der Rückweg führte unterhalb der Bärfallspitze entlang zum Rossfeldsattel. Einige nahmen den Rückweg zur Bergstation über den östlichen Schafsrundweg, die anderen gingen über den Hauser Kaibling zur Bergstation. Fazit: Es war eine herrliche, abwechslungsreiche, aber anstrengende Tour. Für die Geübten und auch die Wellnessgruppe, alle waren mit ihrer Leistung sehr zu frieden.

Samstag, 09.09. – Dachsteinsüdwandhütte/Hochwurzen Hütte

Bei wieder strahlendem Sonnenschein fuhren wir nochmals mit dem Bus um 9.00 Uhr über Ramsau zur Talstation der Dachsteinbahn. Von dort aus wanderten wir ca. 1 Stunde zur Dachsteinsüdwandhütte. Der Weg hatte erst einen etwas steileren Anstieg, führet weiter in einer langen Querung zu den Südwandkletterfelsen. Trotz des kargen Bodens und herbstlicher Jahreszeit, blühte die Flora in voller Pracht.  Eisenhut, Schusternagerl, rosa Büschelenzian und vieles mehr, da kamen unsere Fotografen voll auf ihre Kosten. Uns bot sich eine grandiose Landschaft und die sagenhafte Fernsicht, bis hin zum Großglockner. Gegen Mittag wanderten wir schnell zurück zum Bus um wieder zum Hotel zu gelangen, denn wir hatten alle noch was vor.                                                                                                                  Gegen 15.00 Uhr nutzen wir nochmals die Busfreifahrt zur Hochwurzenseilbahn in Rohrmoos, denn wir wollten hinauf zur Hochwurzen Hütte (1872 hm) zum Kaffeetrinken. Dort oben konnten wir noch mal unser ganzes Wandergebiet überblicken, wie die Planai mit dem Krahbergzinken, den Hauser Kaibling, das Untertal mit seinen wilden Wassern, die Ursprungalm mit der Kalkspitze und das gewaltige Dachsteinmassiv.

 

Sonntag 10.09. -Abreise 10.00 Uhr

Das Hotel Planai war eine sehr gute Wahl, zentral gelegen, gepflegte Zimmer, gutes Essen, freundlicher Service und vor allem All-Inclusive.                                                                        Abgerundet hat das Angebot des Hotels die Schladming Sommercard, welche wir mit freien Busfahrten und Bergbahfahrten ausgiebig nutzten.                                                                         Für Jeden war etwas dabei – das war gar nicht so leicht mit 25 Teilnehmern!                          Vielen herzlichen Dank liebe Rita für die gelungene Wanderwoche, die Dein lieber Helmut noch mit organisiert hatte, und den wir natürlich sehr vermisst haben.

Wieder ist eine schöne Woche zu Ende, wir alle sind gesund geblieben. So freuen wir uns schon jetzt auf die Wanderungen im nächsten Jahr.