Breitenstein 1622 m, mit Fenstersuche

Tourdatum: 01.November 2016

Tourenbegleiter: Christian Eichhorn

Das Tourenprogramm ist abgewandert und jetzt kommen die Schmankerltouren.

Die Sonne schien, der Himmel war blau und Christian fiel zu Hause die Decke auf den Kopf, da er auch noch den Armfixateur tragen musste. Da griff er zum Telefon und wählte rauf und runter und siehe da; ein Weiblein und fünf Männlein hat er gefunden, um mit ihm die leichte Tour auf den Breitenstein (1622m) zu wandern. Wir, das sind Christian, Rosemarie, Peter, Bernd. B., Gerhard, Manfred und Werner.

Gerhards VW- Bus und ein PKW, damit  gings um 1/2 9 in Kirchheim los und nach einer Stunde erreichten wir den Parkplatz Fischbachau- Birkenstein. Als wir ausgestiegen waren, hatten wir den Eindruck, dass es hier etwas kostenloses gibt. Ein Auto nach dem anderen rollte an und es stiegen alle im Bergsteigerdress aus, teils mit Kinderwagen, teils mit Vierbeinern, sie gingen nicht etwa zum Friedhof, nein, alle in Richtung Berg. Was Freude machte, dass viele junge Leute unterwegs waren. Wir ahnten, was auf uns zukommt. Als wir nach knapp 2 Stunden an der Hubertsushütte angekommen waren, da hatten wir den Gipfelblick; auweia;  wir dachten an die Ausgabe von Platzkarten. Kolonnen gingen da hinauf und wir natürlich auch. Das Gipfelkreuz war besetzt; es dauerte gefühlte 10 Minuten, bis wir uns ums Kreuz scharen konnten und die Erinnerungsfotos geschossen hatten.  Brotzeit am Gipfel, da war nix zu machen, es war einfach voll. So suchten wir die noch freien Plätzchen weiter unten. Peter und Rosemarie, gefiel das alles nicht und sie gingen den Normalweg wieder runter. Zu fünft gingen wir weiter zum Nachbargipfel den Bockstein (1575m) mit wunderbarer Fernsicht.

Und nun wohin weiter? Ja da gabs ja noch das Felsenfenster, das geht leicht meinete Christian, wir sind ja auch noch eine halbe Stunde zu früh dran. (das hat Seltenheitswert). Die Wanderung durch den Wald war recht schön, doch wo das Felsfenster ist wusste keiner von uns. Junge Leute die  uns entgegen kamen, drehten um und schlossen sich uns an um auch zum Felsenfenster zu kommen. Die Nächsten die wir fragten, ja eine Viertelstunde und der Steig geht links nach unten. Wir kamen zu den Felsen, kletterten hinauf hatten eine tolle Aussicht auf den Wendelstein, aber kein Felsenfenster war zu sehen. Also zurück, weiter durch den Wald steil hinauf, wir hatten die Hofnung aufgegeben das Fenster zu finden. Am Weg sahen wir die Markierung „F“. Dieser Weg führte tatsächlich zum Felsenfenster. Der Anblick war bombig; Felsenfenster, Felsenspalte und ein Kletterfelsen mit höchstem Schwierigkeitsgrad. Nach den obligatorischen Fotos stellten wir fest, jetzt sind wir mindestens eine halbe Stunde über die Zeit, das hieß den kürzesten Weg nach unten zu nehmen. „Werd vielleicht a weng gach sein“ meinte ein heimischer Wanderer.  Christian mit seinem Fixateur konnte nichts erschüttern, wir waren guter Dinge und so gingen wir abwärts. Das Gelände im Wald wurde immer steiler und der Weg war auf einmal nicht mehr da. Äste und quer liegende Baumstämme  gabs zu überwinden dazu das steile Gelände, wie die Pfadfinder bewegten wir uns durch den Wald, bis wir auf einmal wieder am Weg waren. Ab da war die Tour wieder leicht. Angekommen am Parkplatz, waren wir happy, dass das unerwartete Abenteuer unbeschadet gelungen war.

Hunger und Durscht, und auf der Strasse „Stau- bis zähhflüssiger“ der Verkehr. Am Winkelstüberl vorbei war der Stau immer noch da; im Radio kam die Meldung: 10 KM Stau Richtung München auf der A8. Da gabs nur eins: „Ab in die Wirtschaft“; und frisch gesträrkt gings über die Dörfer nach Hause. Christian, das war doch eine echte Schmankerltour; da Wahnsinn.