Große Klammspitze

 

In den Ammergauer Alpen hoch über Schloss Linderhof (900 m ) ist die Große Klammspitze (1924 m ); begangen am 21. Juli.

Christian Eichhorn hatte sich schönes Wetter für die Tour gewünscht und wir 14 als gemischte Wandergruppe ebenso. Bei der Abfahrt in Kirchheim wurde die Bewölkung immer stärker, das angesagte Tief kam näher, wir jedoch liessen uns davon nicht aus der Ruhe bringen und fuhren pünktlich um 7 Uhr vom Merowinger Hof mit dem Gemeindebus und einem PKW los.

Auf der Garmischer Autobahn gings mit dem Regen los und wir überlegten ob wir gleich in  Ettal in die Wirtschaft gehen sollten; nein, wir trotzten dem Wetter, die Anoracks wurden angezogen, die Rucksäcke mit den bunten Verhüterlis geschützt und los gings zum Wandern. Zumindest bis zur Brunnenkopfhütte haben wir uns vorgenommen zu gehen, da die Anreise mit 2 Stunden entsprechend lang war.

Der Anstieg zur Hütte war wegen der Nässe nicht all zu schnell. Nach und nach ließ der  Regen  nach und als wir an der Hütte angekommen, waren Teile vom blauen  Himmel sichtbar. Es wurde wärmer, die Sonne blinzelte durch die Wolken,  eine leichte Brise wehte und es wurde es trocken. Hurra; und wir beschlossen auf den Gipfel zu gehen. Ganz speziel freuten wir uns nicht auf das Regenwetter hereingefallen zu sein.

Der Anstieg zur Großen Klammspitze wurde wild romantisch, da die Kalkfelsen richtig zackige und urige Formen haben, die in den mittlerweile blauen Himmel hochragten. Bevor der Steig in Serpentinen nach oben führt, sieht man schon das Gipfelkreuz hervorblitzen. Das motivierte  uns den Gipfel auf jeden Fall zu erklimmen. Auf den umliegenden Almen waren mehrere Gämsen zu sehen, die sich aber durch unsere Anwesenheit nicht stören ließen. Es wurde laufend wärmer und wir schwitzten und schwitzten und kämpften gegen den innereren Schweinehund.

Am Sattel angekommen, nun endlich wehte ein angenehmes Lüftchen. Weiter gings, der Steig führt unterm Gipfel durch eine Felspassage mit griffigen Steinen steil nach oben zum Gipfel.  Die Aussicht war wunderbar, alle Berge waren vom Herrgott zur Betrachtung freigegeben und die mitgebrachte Brotzeit schmeckte im warmen Sonnenlicht.

Der Abstieg war ähnlich dem Aufstieg, nur da hatten wir den Blick auch für die Nähe und entdeckten selten gewordene Blüten wie das Edelweiss odoer den Türkenbund. An der Brunnenkopfhütte kehrten wir ein und ließen es uns gut gehen. Die Heimfahrt lief zunächst wunderbar, nur die Autobahnen A 8 und A 99 protzten mit verstopften Fahrbahnen.

 

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