Hahnkampl 2080 m NN im Karwendel

Tourdatum: 13. September 2017; Höhe 900 Hm, Dauer: 4,5 Std.

Tourbegleiter: Werner Bach

Auf Grund der langen Anreise war frühes Aufstehen erforderlich, denn die Abfahrt am Merowinger Hof war schon um 6.30 Uhr. Ah, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Ausdauer, das kommt heut auf uns zu,  diese Gedanken strapazierten die noch nicht so recht ausgeschlafenen Köpfe von 7 Wanderfrauen und den 2 Wandermännern.

Der frühe Tag bescherte uns vorerst ideales Wanderwetter, allerdings am Morgen, trotz  Sonnenschein, waren es in der Eng nur 2 Grad. Gegen Vormittag kam noch der Südwind auf, der heftige Böen hatte.

Der Weg führte uns von der Eng aus über eine Brücke, dann linkerhand  einen Bergweg hinauf bis wir wieder auf die Forststraße kamen, und weiter gings zur Binsalm. Im Focus nach Westen, hatten wir den herrlichen Blick auf den Zentralkamm des Karwendels, wie auch auf`s Sonnjoch und die Lamsenspitze.

Bedingt durch den zunehmenden Wind entschlossen wir uns, erst den steileren Anstieg zum Gipfel zu nehmen. Als wir den Gipfel erklommen hatten, begrüßten uns gleich einige heftige Böen. Schnell machten wir die Gipfelfotos und sind dann in einer östlichen Gipfelsenke abgestiegen, wo wir die verdiente Brotzeit genossen. Hier oben hatten wir eine phänomenale Rundumsicht und auch in die Täler, wie z. B. zur Gramaialm runter. Nachdem wir alle gestärkt waren, wartete nun eine Herausforderung auf uns; der Abstieg. Der Weg war ausgsetzt, aber zum Glück, seilgesichert. Unter Zuhilfenahme der Sicherungseile kletterten wir den Grat entlang. Hier war jetzt Tritt- und Schwindelfreiheit gefordert, ha ha  und auch so mancher  Windböe, die vom Süden herauf kam, hatten wir standgehalten. Werner unser Tourenbegleiter, hatte alle seine Damen und den einen Herren sicher hinunter ins Lamsenjoch geführt.

Das Wetter zog am Nachmittag leider immer mehr zu und so entschlossen wir uns nicht zur Lamsenjoch-Hütte zu gehen, sondern vielmehr über die Forststraße wieder zurück zur  Binsalm, um dort einzukehren. Da wieder frisch gestärkt, machten wir nochmals einen Höhenanstieg von 130 Metern, und gingen den Panoramaweg. Dieser führte  uns über die Drijaggenalm mit Blick ins Hochglückkar hinunter bis in die Eng. Der Weg war steil und sehr erdig. Unten im Almdorf, konnte wer noch mochte, Käse kaufen.  Am Parkplatz angekommen waren wir ca. 33.000 Schritte, ca. 20 Kilometer und über 1000 Hm gewandert.  Wir waren alle total happy über diese aussichtsreiche und schöne Genusswanderung. Danke Werner.