Ortlergebiet; Zufallhütte, Köllkuppe; erster und zweiter Tag

Tourdatum: 24.+25. Juli 2016

Tourbegleiter Christian Eichhorn, Rudi Günter

Am Sonntag: Anreise bis zur Unterkunft der Zufallhütte auf 2.265 m Höhe

Am Montag: Von der Zufallhütte über den Hohenferner zur Köllkuppe.

Sechs Mann (Christian, Edi, Gerald, Gerhard, Hans und Werner) fuhren am Sonntag um 7 Uhr von Kirchheim mit dem Gemeindebus über die Bayerische und Tiroler Autobahn, den Reschenpass nach Südtirol  bis Schlanders und kurz danach rechts ab ins Martelltal. Die Strasse windet sich wie ein Tazelwurm das Tal hoch. Im Strassengasthof Marteller Hof gabs Mittagessen und anschließend gings weiter bis zum letzten Parkplatz (2050 m).  Das gesamte Gepäck wurde uns mit der Materialseilbahn zur Zufallhütte hochgefahren. Die Gondel war beladen und schon gabs den ersten intensiven aber kurzen Regenschauer.  Wir marschierten durch den Nadelwald eine halbe Stunde lang zur Zufallhütte die auf 2.265 m Höhe steht und  vom Wirt wurden wir mit einem Willkommenschnäpschen empfangen. Nach Belegung der beiden 3- Bettzimmer erkundeten wir vor dem Abendessen das umliegende Gelände und studierten die Wandekarten. Als ersten Gipfel haben wir uns für die Köllkuppe (3330 m) und 1065 Höhenmetern entschieden.

Am Montag früh um 7 war der Himmel blau, vor der Haustüre der Blick auf die Zufallspitze war überwältigend und mit vollem Elan marschierten wir los, den Weg 103 folgend über die Tal-Schutzmauer des Plimbaches, der durch die Wassermassen des mächtigen Wasserfalls den Konzentschatter gespeist wird. Der Weg ging weiter den Berg hoch zur Mateller Hütte  auf 2.610 m Höhe. Wolkenfrei waren hier die Bergspitzen zu sehen, bis hin zur Königspitze. Das gesamte Panorama hat uns mächtig beieindruckt. Weiter gings den Steig Nr. 27 entlang,  erst bergab an einem kleinen See vorbei und anschließend steil nach oben durch die steinige und rostrot gefärbte Felslandschaft. Hans hatte gehofft in der Höhe seine Erkältung los zu werden, was leider nicht gelang und er leider umkehren musste. Zu fünft gewannen wir deutlich an Höhe  und  Je näher wir dem Gletscher kamen, zeigten die Felsen deutliche Schleifspuren ehemaliger Eismassen. Am Fuß des Hohenferners in ca. 3000 m Höhe war volle Eisausrüstung erforderlich und angelegt. Christian führte die Fünferseischaft perfekt an.  Der Gletscher war zunächst relativ flach und schneefrei. In einem langgezogenen Bogen nach rechts ging es  dem immer steiler werdenden Ferner und  durch weichen Schnee bis unter den Felsgrat der Köllkuppe. Die Eisausrüstung abgelegt, kletterten wir durch das lose Geröll auf den Grat. Leider hatte der Wettergott  nicht mitgespielt und von Nordwest kamen dicke Regenwolken und so war Eile geboten und wir bestiegen einen Vorgipfel der Köllkuppe mit 3235 m. Die Aussicht hat sich leider weiter verschlechtert, die umliegenden  Bergspitzen waren in dicke Wolken gehüllt. Aber, sogar Schusternagerl blühten in dieser Höhe. Nach kurzer Brotzeitpause gings wieder den selben Weg zurück. Eine halbe Stunde vor der Mateller Hütte hat uns der Regen erwischt. Trotz Nässe war der Weg bis zur Zufallhüte mit entsprechender Vorsicht gut begehbar. Das Abendessen war sehr reichhaltig und die Getränke mundeten. Für Dienstag waren ab 14 Uhr Regenschauer angesagt, da galt einen schnellen Dreitausender zu finden; wir entschlossen uns für den „Vorderen Rotspitz“ 3033 m hoch; siehe 2. Bericht